07.05.2012
Jeder kennt die Situationen in einem Match: Eine heikle Landung auf einem Bein nach einem Kopfball, das Dribbling bei einem Zweikampf wenns ums entscheidende Tor geht oder der optimale Schuss aus 25 Meter Entfernung.
Dies sind alltägliche Situationen eines Fussballers, welche sehr gute Kraft- und Stabilitätsverhältnisse der Beine und des Rumpfes fordern. Um optimal belastbar zu sein und Verletzungen wie Muskelzerrungen oder Misstritte zu vermeiden, gehört ein regelmässiges, spezifisches Stabilitäts- und Gleichgewichtstraining der Beine ins Fussballtraining integriert. Beim Stabilitätstraining sollte darauf geachtet werden, dass Hüft-, Knie und Fussgelenke optimal in einer Linie stehen. Knie- und Fussgelenke sollten nicht nach innen abkippen. Es gibt unzählige Variationen des Stabilitätstrainings, dem Trainer bleibt also unbegrenzte Phantasie. Das Training kann auf einem Bein ausgeführt werden, im Rasen, auf Matten mit Wurfübungen kombiniert oder mal mit geschlossenen Augen. Das Körperbewusstein wird gefördert und ein optimales Zusammenspiel der Muskulatur erfolgt.
Eine interessante Studie aus Deutschland untersuchte den Effekt der Kombination von intensivem Krafttraining und Stabilitätstraining. Laut Untersuchungen führt ein Stabilitätstraining, welches vor dem Krafttraining ausgeführt wird dazu, dass deutlich mehr Kraft in kurzer Zeit entwickelt werden kann. Dies ist bei Sprints oder Sprüngen von grosser Wichtigkeit um Fuss- und Kniegelenke aktiv zu stabilisieren. Empfohlen wird demnach, das Stabilitätstraining vor dem Krafttraining durchzuführen, um mit kleinem Aufwand grossen Erfolg zu erlangen.
Ferry Pingitzer
Sportphysiotherapeut
FC Subingen
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