Subingen gewann in Fulenbach deutlich und verdient mit 4:0. Aber alles hätte anders herauskommen können, wenn der Ball in der 12. Minute statt an den Pfosten ins Netz gegangen wäre.
Ja, das klare Resultat entspricht den gezeigten Leistungen. Aber: Es hätte trotzdem alles ganz anders ausgehen können. Denn in der 12. Minute kam Luca Flury frei zum Schuss, Goalie Drazen Petrovic lenkte den Ball an den Pfosten, von wo er zu Thomas Knuchel gelangte. Der passte gleich wieder zur Mitte, wo Flury seinen Nachschuss kläglich versiebte. Fulenbach hätte führen müssen. Das war das "Aber", das nicht eintrasf. Das Subinger "Ja" folgte sofoert: Der kaltblütige Topskorer Mathias Hubler schloss den rasanten Gegenstoss ab. Statt 1:0 hiess es 0:1.
Fulenbachs Pech ging weiter. Captain Nicolo Müller verdrehte sich das Knie und musste ausgewechselt werden. Doch dann kam bei den Platzherren auch noch Unvermögen dazu. Nach einer halben Stunde versiebten Flury und Yves Ehrenbolger zwei hervorragende Ausgleichschancen. Und die Strafe folgte wieder postwendend. Diesmal schnappte sich der glänzend aufgelegte Subinger Junior Dominic Müller den Ball, zog unwiderstehlich los und haute den Ball wunderbar aus 17 Metern zum 0:2 in die Maschen.
Gleich nach der Pause folgte der Todesstoss. Subingen kombinierte sich über seine rechte Seite schön durch und die Fulenbacher Abwehr vergass links Hubler, der die Flanke seelenruhig einschieben konnte. Damit war der Match gelaufen. Obwohl Fulenbach nie aufgab, hatte Subingen alles souverän im Griff. Das 0:4 durch Emch war nur noch eine Zugabe, süss für die Gäste, mit bitterem Geschmack für die Platzherren.
"Zwei angesagt, zwei gemacht, Differenz null." Mit diesem Spruch wurde Goalgetter Hubler nach seiner Auswechslung auf der Subinger Bank empfangen. "Fulenbach stand hinten total offen, so viel Raum hatte ich schon lange nicht mehr", kommentierte der seine Saisontore Nummer 13 und 14.
Die Stellungsfehler in der Fulenbacher Hintermannschaft sind zu erklären. Beide Mannschaften haben derzeit recht grosses Verletzungspech, aber Subingen kann dies dank dem breiteren Kader recht gut kompensieren. Aber wenn es so weitergeht, gehen SCF-Trainer Marcel Bargetzi noch die Junioren aus, auf die er im Moment zurückgreift. "Ich habe gute Ansätze gesehen", fand Bargetzi aber trotz der klaren Niederlage noch Positives. "Meine Mannschaft hat nicht schlecht gespielt, aber es fehlte in den entscheidenden Momenten das blinde Verständnis, das es gegen starke Mannschaften brauchen würde." Die Gründe für das krasse 0:4 sieht Marcel Bargetzi gleichmässig über die ganze Mannschaft verteilt: "Hinten liessen wir uns ein paar Mal ausspielen, vorne haben wir ein halbes Dutzend bester Chancen nicht verwertet."